Fastenopfer der Schweizer Katholiken (Provenienz)

Archivplan-Kontext


Identifikationsbereich

Titel:Fastenopfer der Schweizer Katholiken
Stufe:Provenienz

Informationsbereich

Existenzzeitraum:ab 1961
Geographische Angaben:Luzern
Rechtsform:Körperschaft
Tätigkeitsbereich:Inlandhilfe, Mission, Entwicklungshilfe, Sammelaktionen während der Fastenzeit
Verwaltungsgeschichte:Das Fastenopfer wurde am 18.6.1961 von Meinrad Hengartner gegründet und am 8. Mai 1964 von der Schweizerischen Bischofskonferenz als kirchliche Stiftung errichtet. Der Gründung des Fastenopfers voraus ging ein sehr erfolgreiches Missionsjahr der katholischen Jugendverbände. Hengartner war vorher als Bundesführer der Jungwacht, als Verbandsobmann des Schweizerischen Katholischen Jungmannschaftsverbands und als Leiter der Zentralstelle der Schweizerischen Volksbuchgemeinde tätig und kannte deshalb die kirchlichen Kreise sehr gut. Im Stiftungsrat nahmen acht Mitglieder der Bischofskonferenz und acht Laien Einsitz. Ursprünglich wurde die Hälfte der Mittel für die Inlandhilfe, die andere Hälfte für Missionsprojekte eingesetzt. 1969 erfolgte die Dreiteilung in Inland, Mission und Entwicklungszusammenarbeit. Die erste Fastenaktion wurde in der Fastenzeit 1962 durchgeführt und brachte 4,2 Mio Franken ein. 1968 setzte die Zusammenarbeit mit dem evangelischen Hilfswerk "Brot für Brüder" ein. 1969 wurde die Arbeitsgemeinschaft Swissaid/Fastenopfer/Brot für Brüder/Helvetas gegründet, der sich später auch Caritas und Heks anschlossen. Ziel ist die kritische Begleitung der Entwicklungspolitik und der Wirtschaftsbeziehungen der Schweiz mit den Ländern des Südens. Zur Entlastung der Inlandhilfe trug ab 1972 die 1967 gegründete Römisch-katholische Zentralkonferenz RKZ - ein Zusammenschluss staatskirchenrechtlicher Organisationen - bei, indem sie überregionale kirchliche Aufgaben mitfinanzierte.
Literatur: Ferdinand Luthiger: Erinnerungen an Meinrad Hengartner, in: Schweizerische Kirchenzeitung SKZ, Heft vom 23.9.2004 (Jg. 172, 39/2004), S. 731-733.
2002 wurden neue Strukturen eingeführt. Insbesondere wurde der Stiftungsrat stark verkleinert auf neun Fachpersonen unter der Leitung von Bischof Yvo Fürer.
2005: Projektfinanzierungen teilen sich folgendermassen auf: Je 38.5 % der allgemeinen Spenden für die Pastoral- und Entwicklungszusammenarbeit und 23 % für die Inlandarbeit; Weitere Tätigkeit: Bildungs- und Sensibilisierungsarbeit in der Schweiz, entwicklungspolitische Arbeit in internationalen Netzwerken (CIDSE: Dachorganisation der Fastenkampagnen) etc.
Literatur: Antonio Hautle in SKZ 10/2005, 10. März

Direktoren des Fastenopfers:
1961-1984: Meinrad Hengartner
1984-1995: Ferdinand Luthiger
1995-2001: Annemarie Holenstein
2001-2013: Antonio Hautle
2014- Patrick Renz
 

Benutzung

Erforderliche Bewilligung:siehe Zugangsbestimmungen bei Akzession
Physische Benützbarkeit:Uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Öffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL: https://query-staatsarchiv.lu.ch/detail.aspx?ID=735989
 

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