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Allgemeine Information |
Angaben zur Identifikation |
| Signatur: | PA 1496 |
| Signatur-Bereich: | PA 1496/1 - PA 1496/362 |
| Titel: | Gymnasium Immensee SZ: Korrespondenz und Fragebogen betreffend die Aufnahme von Zöglingen (Schülern) |
| Entstehungszeitraum: | ca. 1921 - ca. 1965 |
| Stufe: | Akzession |
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Angaben zum Umfang |
| Laufmeter: | 3,00 |
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Angaben zum Kontext |
| Aktenbildner-/Provenienzname: | Missionsgesellschaft Bethlehem, Gymnasium Immensee SZ |
| Bestandesgeschichte: | Mit Übernahme des Bestandes des "Schularchivs" des Gymnasiums für den Zeitraum von ca. 1905-1995 kamen auch die sog. Zöglingsdossiers in das Archiv der SMB. Da das Gymnasium Immensee (vormals Institut Bethlehem) von 1897 bis zum Jahr 1995 unter der Leitung der Missionsgesellschaft Bethlehem SMB bzw. ihrer Vorläufer stand, gehört diese Bestandesgruppe zum Archiv der Missionsgesellschaft. Seit dem Jahr 1995 ist eine Stiftung unter dem Namen Stiftung Gymnasium Immensee für das Gymnasium verantwortlich. Die Missionsgesellschaft Bethlehem hat sich aus dem Gymnasium zurückgezogen. |
| Eingangsdatum: | ca. 2014 |
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Angaben zu Inhalt und Struktur |
| Inhalt: | Der Bestand enthält in der Mehrheit einen sogenannten "Fragebogen" zu jedem Zögling oder Schüler, der meistens durch den Pfarrer ausgefüllt wurde. Der Fragebogen enthält 27 Fragen. Nebst dem Namen, dem Geburtsdatum, dem Heimatort, den Daten zu Taufe und Firmung des Zöglings werden auch weitere Daten zur Familie abgefragt. So etwa ob die Eltern noch leben, ob diese katholisch sind, ob es Geschwister gibt und ob die Familie in gutem Ruf steht. Weiter wird allgemein nach der Gesundheit des Zöglings gefragt und nach einer allfälligen "erblichen Vorbelastung". Nebst der Vorbildung des Zöglings wird auch nach seinem Charakter, seiner Frömmigkeit oder dem konkreten Wunsch, Missionspriester zu werden gefragt und wie lange dieser Wunsch schon bestehe. Schliesslich geht es auch um die finanziellen Verhältnisse der Familie, also ob der Zögling dereinst "Kollektieren" (Geld sammeln) muss oder ob allenfalls sogenannte "Wohltäter" für die Kosten der Ausbildung aufkommen. Spätere Fragebogen (ab ca. 1960) sind nicht mehr so detailliert. Den Fragebögen wurden oft auch ärztliche Zeugnisse beigelegt. Die Korrespondenz bezieht sich entweder direkt auf den Fragebogen, oder aber auf das Verhalten oder den Charakter des Zöglings, nach dem er Aufnahme im Gymnasium gefunden hat oder nachdem beschlossen wurde, dass der Zögling das Gymnasium verlassen muss. In den Briefen wird verhandelt über die Eignung zum Priesterberuf („er hat Beruf“ oder „er hat keinen Beruf“) im Sinne von Berufung und Neigung, über Finanzen, insbesondere über das „Kollektieren“, über Administratives (Wäschenummer), über das Verhalten der Zöglinge und über Noten. Die Unterlagen enthalten auch zahlreiche Beurteilungen, Empfehlungsschreiben sowie psychiatrische und psychologische Gutachten, mit denen die Neigung und die Fähigkeit zum Priesterberuf abgeklärt wird. Schliesslich sind in der Korrespondenz auch eine Reihe von formellen Briefen enthalten, so etwa die Briefe der Zöglinge zum Namenstag des Generaloberen oder zu Weihnachten, die diese dem Generaloberen schreiben mussten. Auch Elternbriefe, die über ihre Zöglinge berichten, sind enthalten. Bei vielen Zöglingen gibt es nur gerade den Fragebogen und wenig Korrespondenz. Bei einigen Zöglingen dauerte der Briefwechsel mit "Bethlehem" weit über ihre Matura oder ihre Zeit am Gymnasium hinaus. Sodann enthalten die Dossiers auch einzelne Korrespondenz betr. die Marianische Kongregation und der Erneuerung der Weiheformel. Die Briefe richten sich hauptsächlich an den Rektor der Schule; umgekehrt richtet der Rektor seine Korrespondenz an die Eltern, den Pfarrer oder dann direkt an den Zögling. |
| Bewertung und Kassation: | Der Bestand wurde integral archiviert. |
| Neuzugänge: | Der Bestand ist abgeschlossen, es gibt keine Neuzugänge. Soweit anhand des Erschliessungsstandes des SMB-Archivs überblickbar, wurden ab ca. Mitte der 1960er Jahre keine Schülerdossiers mehr angelegt oder aber diese wurden durch Personen des Rektorats vernichtet. |
| Ordnung und Klassifikation: | Zöglingsdossiers aus der Zeit vor 1921, also vor der Gründung der Missionsgesellschaft Bethlehem, werden in einem separaten Bestand erschlossen. Fragebogen und Korrespondenz wurden den einzelnen Namen alphabetisch zugeordnet. Wann immer möglich, wurde auch ein Ort (Wohnort) mit Kantonskürzel erfasst. Die Zuordnung der Ortschaften zu den Kantonen Bern und Jura erfolgte der Einfachheit halber gemäss aktueller Kantonszugehörigkeit. Die Schreibweise der Familiennamen variert zum Teil innerhalb eines Dossiers; es wurden auch die Varianten erfasst, z. Bsp. Brogli/Brogle |
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Angaben zur Benutzung |
| Zugangsbestimmungen: | Es gelten die allgemeinen Zugangsbestimmungen des Staatsarchivs. Einsichtsbewilligungen in Archivalien, die noch einer Schutzfrist unterliegen, erteilt das Staatsarchiv. |
| Erschliessungsgrad: | detailliert |
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Angaben zu verwandtem Material |
| Verwandtes Material: | Übrige Unterlagen aus dem Schularchiv Gymnasium, frühere Unterlagen des Instituts Bethlehem (vor Gründung der Missionsgesellschaft Bethlehem 1921), Signatur [ergänzen, wenn bekannt] |
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Benutzung |
| Schutzfristende: | 31.12.2065 |
| Erforderliche Bewilligung: | Keine |
| Physische Benützbarkeit: | Uneingeschränkt |
| Zugänglichkeit: | Öffentlich |
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URL für diese Verz.-Einheit |
| URL: | https://query-staatsarchiv.lu.ch/detail.aspx?ID=2388475 |
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